E Piano für Anfänger und Einsteiger Vergleich

E Piano für Anfänger im Vergleich

Yamaha P-35B Tastatur
Der Sieger: Yamaha P-35B
Wir haben 3 Modelle vergleich. Die Berichte und unser Fazit gibt es am Ende der Seite

 

Auf den ersten Blick ist die Welt der Stage- und E-Pianos nicht leicht zu überschauen. Gerade Einsteiger haben hier oft ihre Probleme. Doch hier soll den Einsteigern eine Hilfe geboten werden. Mit dem Vergleich von Einsteiger E-Pianos, soll das Ganze etwas übersichtlicher gestaltet werden und die Wahl des richtigen Gerätes erleichtern.

Denn gerade, wenn man erst mit dem Spielen begonnen hat, ist oft nicht klar, worauf geachtet werden muss. Allerdings hat sich die Anzahl der Hersteller derart vergrößert, dass auch viele Profis oder Umsteiger von anderen Geräten, sich nicht sofort zurechtfinden. Damit in diesem Metier endlich etwas Klarheit entsteht, wurden hier drei aktuelle Einsteigergeräte auf Herz und Nieren geprüft, und mit einander verglichen.

Wo soll man beginnen?

An erster Stelle steht die Frage, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Piano und einem Stage- oder Digitalpiano? Hier liegt das Problem bereits darin begründet, dass die Hersteller sich mit den jeweiligen Bezeichnungen nicht wirklich einig sind. Somit ist die Definition der Geräte oft sehr schwammig und greift auf andere Produkte über.

Stagepiano für die Bühne

Ein Stagepiano wird, wie der Name bereits sagt, wohl eher auf der Bühne zum Einsatz kommen. Daher müssen diese Instrumente auch um einiges robuster sein. Ein solches Instrument kann durchaus auch transportabel gestaltet sein. Damit kann ein Digitalpiano auch für spontane Auftritte genutzt werden. Die hier aufgeführten Geräte, gehören allesamt zur Kategorie der Digitalpianos. Stagepianos sind erst in höheren Preisklassen erhältlich.

Homepiano für Zuhause

Homepianos werden in der Regel im privaten Einsatz genutzt, und werden daher auch entsprechend konzipiert. Allerdings muss es sich auch dabei nicht um die klassische Variante handeln, welche meist auch über einen stationären Unterbau verfügt.

Welches E-Piano für Anfänger?

Für diesen Vergleich wurden drei Geräte herangezogen, welche alle zwischen einem Preisniveau von 300 Euro bis hin zu 530 Euro liegen. Hierbei handelt es sich um die minimale Summe, welche für den Erwerb eines Digitalpianos anzusetzen ist. Bei diesen Instrumenten handelt es sich um den Thomann SP-5100, das Yamaha P-35B und das Korg SP-170S. Sie alle können auch außerhalb der eigenen vier Wände genutzt werden, denn sie gehören zur Kategorie der mobilen Geräte. Allerdings sollte man beachten, dass in jedem Fall ein Keyboardständer für den Einsatz erforderlich ist.

Yamaha P-35, Korg SP-170S und Thomann SP-5100

Yamaha P-35B
Yamaha P-35B
Korg SP-170
Korg SP-170
Thomann SP-5100
Thomann SP-5100

 

Aussehen und Verarbeitung

Eines haben alle diese Geräte gemeinsam. Ihre Gehäuse wurden aus Plastik hergestellt. Dies hat natürlich etwas mit dem Preisniveau zu tun, denn mehr ist in dieser Kategorie wohl nicht möglich. Metallgehäuse würden weit mehr Kosten verursachen, da diese um einiges robuster sind. Allerdings bedeutet dies nicht, dass alle Instrumente auf der Stelle in sich zusammenbrechen.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass die Verarbeitung, der Qualität hochwertiger Produkte entspricht. Allerdings kann man diese immer noch als angemessen einstufen. Zudem ergibt sich auch ein Vorteil für den Kunden. Die Modelle sind um einiges leichter als ihre Vertreter aus Metall und somit sehr leicht zu transportieren.

Im direkten Vergleich weisen die Gehäuse aller drei Kandidaten eine ähnlich gute Qualität auf. Beim Design sticht vor allem die Optik des P-35 hervor. Aber auch das Korg SP-170S besitzt eine klare Linie und ist in seiner Struktur sehr übersichtlich gestaltet. Das Thomann SP-5100 verfügt über ein sehr klassisches Design, welches aber bereits ein wenig überaltert erscheint.

Es wirkt eben nicht sonderlich modern, und entspricht nicht dem heutigen Zeitgeist. Allerdings sollte, wie bei jedem Instrument, die Optik nicht wirklich an erster Stelle stehen. Viel wichtiger sind andere Elemente wie zum Beispiel die:

Tastatur

Yamaha P-35B Tastatur
Yamaha P-35B Tastatur

Ohne Tastatur kann auf einem Digitalpiano nicht gespielt werden, daher stellt diese wohl eines der wichtigsten Kriterien für ein gutes Instrument dar. Im Segment für Einsteiger, kann es hier bereits zu enormen Unterschieden kommen.

Diese machen sich auch durchaus bemerkbar, sodass sie nicht nur Profis, sondern auch Anfängern sofort auffallen. Zum Erkennen der Unterschiede ist es bereits ausreichend, wenn nur einige wenige Töne angespielt werden.

Durch diesen kurzen Vergleich lässt sich bereits entscheiden, von welcher Qualität die Tastatur ist. Daher kann man in diesem Punkt auch Vergleiche zu hochwertigeren Geräten ziehen. Da bei den hier vorgestellten Instrumenten alle Tastaturen aus Plastik gefertigt wurden, sind diese wesentlich leichter, als Klaviaturen von echten Pianos.

Allerdings muss man auch Abstriche in Kauf nehmen. So entfällt bei den digitalen Varianten die verschiedene Gewichtung (Graded Hammer) zwischen tiefen und hohen Tastaturelementen. Dies macht das Spielen an einem solchen Gerät natürlich schwieriger, da ein anderes Gefühl für die Finger gegeben ist. Unter den hier aufgeführten Instrumenten liegt auch dieses Mal das Yamaha P-35 an erster Stelle.

Dabei liegt es klar vor den Modellen von Korg und Thomann. Immerhin erreicht auch hier das Korg SP-170S den zweiten Rang. Zwar lässt es sich nicht ganz so dynamisch spielen wie das P-35, allerdings ist der Anschlag des Thomann viel zu verwaschen, um sich gegen die anderen Modelle durchzusetzen.

Zudem wurde die Tastatur sehr schlecht verarbeitet. Dies ist vor allem beim Anschlag der Tasten spürbar. Sie federn nur sehr langsam zurück und der große Spielraum nach links und rechts, macht das Spielen auf dem Thomann doch sehr ungenau.

Die Lautsprecher

Natürlich müssen auch die Lautsprecher eine gewisse Qualität erfüllen. Bei einem Stage Piano ist dies von erheblicher Bedeutung, denn ohne den richtigen Sound, klingt einfach jedes Lied furchtbar. Die aufgeführten Modelle variieren sehr stark in der Leistung der Lautsprechersysteme. Als ein wesentliches Kriterium für die Qualität ist hier die Höhe der Lautstärke anzusehen.

Alle Kandidaten Anfgäner Korg SP-170 Testkönnen dabei sowohl im heimischen Bereich, wie auch bei Auftritten in kleineren Lokalen überzeugen. Sowohl beim Yamaha-Modell als auch beim Korg, muss jeder Musiker individuell entscheiden, welches Gerät er lieber mag.

Das Klangbild des SP-170S liegt etwas weiter in der Mitte, während das P-35 mehr auf die Höhen ausgerichtet ist. Bei beiden Geräten ist das Klangbild allerdings im Gleichgewicht, sodass man nicht wirklich einen Unterschied feststellen kann. Auch bei diesem Punkt schneidet das Thomann-Gerät nicht besonders gut ab. Der Klang ist eher verwaschen und nicht wirklich brillant.

Es hört sich eher altmodisch an. Dabei können auch die unterschiedlichen Frequenzbereiche nur sehr schwer, einzeln wahrgenommen werden. Allerdings erreicht auch das Klangerlebnis des SP-5100 immer noch akzeptable Ausmaße. So können alle drei Modelle nicht mit hochpreisigen Geräten mithalten. Gerade der Bass kommt nicht sonderlich gut zur Geltung und geht in den restlichen Tönen unter.

Dieses Problem ist aber nicht nur bei den drei hier aufgeführten Geräten zu beobachten. Fast alle Digitalpianos im unteren Preisniveau können keinen ausreichenden Bass erzeugen, da sie nicht mit den entsprechenden Lautsprechersystemen ausgerüstet sind. Ein echtes akustisches Klavier verstärkt die Bässe zudem durch ihr Metallgehäuse.

Die Klangerzeugung

Natürlich ist ein Kriterium wichtiger als alle Anderen. Ein E-Piano sollte bei der Klangerzeugung über eine ausreichend hohe Qualität verfügen. Dabei sind die unterschiedlichen Klänge von extremer Bedeutung, da nicht nur geübt wird, sondern viele Pianisten ihrer Kreativität auch freien Lauf lassen wollen.

Vor allem für jene, die gerade mit dem Üben beginnen, steht wohl der Spaß am Spielen im Vordergrund. Daher sollten die Sounds einiges an Abwechslung bieten. An diesem Punkt erlebt man eine Überraschung, denn hier legt das Modell von Thomann absolut an der Spitze. 20 verschiedene Sounds können ausgewählt werden, wobei dies auch noch doppelt so viele sind wie bei Yamaha oder Korg. Bei Yamaha muss zudem umständlich eine Tastenkombination gedrückt werden, um diese anzuwählen. Immerhin liefern all drei Modelle die wesentliche Basisausstattung.

Welches E-Piano für Klavier Anfänger?

Hierzu zählen E-Piano Sounds und Klavierelemente sowie Vibraphone, Streicher, Orgel und Harpsichord. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man zudem zwei verschiedene Versionen eines Klangs zu seiner Verfügung hat. Somit kann nicht nur Abwechslung erzeugt werden, sondern es werden auch unterschiedliche Stile angesprochen. Bei Korg und Yamaha ist die Qualität der Samples als ausgesprochen gut einzustufen.

Allerdings steht meist nur eine Variante zur Verfügung, sodass eine umfassende Klangformung nicht möglich ist. Einzig durch die Stärke des Anschlages lässt sich die Lautstärke des Tones beeinflussen. Digital Pianos aus den höheren Preisklassen sind in diesem Bereich mit mindestens vier oder noch mehr Möglichkeiten ausgestattet. Zudem ändert sich bei ihnen durch die Stärke des Anschlages auch das Klangverhalten des jeweiligen Samples.

Beim Korg-Modell gibt es einen entsprechenden Soundtaster, welcher mehrmals gedrückt werden muss, um die Samples durchzuschalten. Das Modell von Thomann liefert zwar eine überzeugende Anzahl an Sounds, allerdings ist die Qualität der Aufnahmen etwas Schlechter als bei seinen Konkurrenten. Sein Vorteil liegt allerdings darin, dass zusätzliche Sounds wie Trompete, Flöte, Oboe und Saxophon zur Verfügung stehen. Somit lässt sich als Anfänger mit diesem Gerät durchaus etwas anfangen.

Die Bedienung

Anfgäner Korg SP-170 TestFür Anfänger sollte die Bedienung einfach und klar ersichtlich sein. Die zusätzlichen Funktionen sollten sich von der Anzahl her im Rahmen halten, und intuitiv angewählt werden können. Somit muss nicht ständig ein Blick in das Handbuch geworfen werden.

Das Modell von Thomann kann sich hier an die Spitze setzen. Es verfügt über die meisten Bedienelemente, sodass sich Funktionen wie Metronom, Split oder Dual über jeweils eine separate Taste auswählen lassen. Auch die einzelnen Sounds müssen nicht erst lange gesucht werden, sondern lassen sich einfach durch das Drücken der entsprechenden Taste ansteuern.

Sowohl das Yamaha-Modell als auch Korg erfordern schon weit komplexere Handgriffe. Beim SP-1705 müssen alle Sounds per Taste durchgedrückt werden. Das P-35 erfordert gar eine Kombination aus Funktionstaste plus einem Druck auf der Klaviatur. Dieses ausgesprochene wirrwar trifft auch auf andere Funktionen der Geräte zu. Keine Einzige ist mit einem simplen Tastendruck erreichbar.

Die Effekte

Eines darf bei modernen Geräten natürlich nicht fehlen, und das sind die Effekte. Sie legen den Grundstein für eine umfassende Soundgestaltung und sorgen zudem für die nötige Abwechslung. Daher sollten derartige Möglichkeiten in keinem E-Piano fehlen. Dies ist auch nicht der Fall, denn alle drei Vergleichsgeräte verfügen über eine entsprechende Ausstattung.

Beim Korg-Gerät kann nicht nur Reverb genutzt werden, es steht auch die Funktion Chorus zur Verfügung. Allerdings wurde hierfür anscheinend auf alle anderen Extras verzichtet. Weder die Intensität lässt sich einstellen, noch können Modifikationen vorgenommen werden. Beim P-35 sieht es mit den Effekten eher mau aus.

Nur der Reverb kann genutzt werden. Dieser liegt in vier verschiedenen Intensitäten vor. Auch an dieser Stelle kann das Thomann Produkt punkten. Die Anzahl an möglichen DSP-Effekten ist gewaltig, wobei das Sp-170S in der Qualität aber deutlich besser abschneidet. Allerdings müssen bei allen Modellen Abstriche in Kauf genommen werden, denn für mehr als einen Einsatz im heimischen Bereich, reicht es bei allen nicht.

Die Extras

Thomann SP-5100

Was gibt es sonst noch zu beachten? Als Extra bieten sowohl das P-35 als auch das SP-5100 eine Layer-Funktion an, mit welcher es möglich ist, zwei Sounds übereinander zu legen. Das Modell von Thomann verfügt auch noch über einen Split.

Mit diesem kann die Klaviatur in zwei Teile mit verschiedenen Sounds gesplittet werden. Beim Korg-Gerät muss der Käufer allerdings auf jedes Extra verzichten. Hier sucht man nach solchen Optionen vergeblich. Übrigens bietet außer Thomann auch kein einziges Gerät eine Aufnahmefunktion an.

Selbst bei Geräten der unteren Preisklasse, sollte eine derartige Technik heute kein Problem mehr darstellen. Die Aufnahme von Songs ist vor allem bei Einsteigern besonders wichtig, denn so können sie sich ihre eigenen Kreationen noch einmal anhören, oder aber ihre ersten Fans im Freundes- oder Verwandtenkreis, mit einer eigenen Komposition beglücken.

SD Kartenslot zum Speichern der Melodie

Sehr schön ist, dass das SP-5100 nicht nur einen Song intern speichern kann, sondern auch über einen SD-Kartenslot verfügt. Hier lassen sich dann mehrere Aufnahmen im MIDI-Format abspeichern. Zudem bietet Thomann noch 20 Pianostyles. Diese können über die Akkordgriffe auf links gesteuert werden und erlauben es, eine klassische Piano Begleitung hinzu zu schalten. Auf Schlagzeug oder Bass muss man hier allerdings verzichten. Hinzu kommen für jeden Style noch zwei Fill-Passagen, welche musikalische Übergänge ankündigen.

Die Anschlüsse

Yamaha P-35B AnschlüsseNatürlich sollte ein Digital Piano auch die erforderlichen Anschlüsse besitzen. Für den Heimeinsatz reicht meist der Anschluss für ein Haltepedal und eine Schnittstelle für den PC. Doch wer hier und da bereits einige Gigs hat, der sollte darauf achten, dass die Anschlüsse für eine entsprechende Beschallungstechnik parat stehen. Auch hier ist Thomann ganz weit vorne.

Es erfüllt die notwendigen Anforderungen zu 100 Prozent, denn es unterstützt AUX, sowohl als Ein- wie auch als Ausgang. Der Anschluss liegt im 3,6 mm Klinkenformat vor, sodass der Kunde keine Schwierigkeiten haben dürfte, das Gerät zu verbinden. Bei den beiden Konkurrenten muss stets ein Anschluss über den Kopfhörerausgang erfolgen.

Dieser steht nur als 3,5 mm Klinke zur Verfügung, was zwangsläufig dazu führt, dass ein Adapter notwendig wird. Speziell das Korg liefert noch eine MIDI-Schnittstelle für den Computer mit. Ein Haltepedal, sowie ein externes Netzteil können natürlich an allen Geräten genutzt werden.

 
Fazit des E-Piano für Anfänger Vergleich:

Unser E Piano Vergleich für Einsteiger ist beendet und es gibt einen Sieger zu küren. Yamaha, mit seinem Modell P-35, konnte sich an die Spitze setzen. Es bietet in vielen Bereichen die beste Qualität. Dahinter reiht sich bereits das Korg SP-170S auf Rang zwei ein. Das Modell von Thomann, dem SP-5100 begnügt sich mit dem 3. Platz.

Deshalb ist unsere Kaufempfehlung für Einsteiger und Anfänger das Yamaha P-35B! Günstig kann man dieses derzeit bei Amazon bestellen

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